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Die Wohnungsbauinvestitionen sind zwischen 2003 und 2004 um zehn Prozent jährlich gestiegen und trugen damit jeweils rund 0,5 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei.
Am US-Arbeitsmarkt entstand seit 2004 gut jeder fünfte Job in der Bau- und Immobilienwirtschaft. 1,5 Millionen Jobs hat der Häuserboom im Baugewerbe durch den vom Wohlstandseffekt angefachten Konsum geschaffen.
Der Immobilienboom wird längst nicht mehr nur von der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum getrieben. Da spekulative Käufe inzwischen fast 20 Prozent ausmachen, stehen immer mehr Häuser leer, weil sich wegen der hohen Preise keine Mieter finden.
Stephan Roach, Chefvolkswirt von Morgan Stanley, ist der Ansicht, dass die US-Verbraucher durch den vornehmlich vom Wertzuwachs ihrer Immobilien oder Wertpapierdepots getriebenen, hohen Konsum sehr verwundbar geworden sind und mit ihnen die amerikanische Wirtschaft. Er stellt besorgt fest, dass das schuldenintensive Wachstum der amerikanischen Wirtschaft nun schon fast zehn Jahre dauert. Er spricht von „schlechtem Wachstum“. Die auf weiteres Wachstum abzielende, den Finanzmärkten zugetane US-Zentralbank halte nun den Schlüssel für das Endspiel („endgame“) in der Hand. Doch sie gehe mit einem um die Hälfte geschrumpften geldpolitischen Waffenarsenal in die Endrunde.
Er mehren sich die Stimmen, die von einer ungesunden, ja besorgniserregenden Preisentwicklung insbesondere auf dem amerikanischen Immobilienmarkt sprechen. An der Spitze dieser Bewegung steht seit Jahren das renommierte britische Magazin „The Economist“, das den gegenwärtigen Häuserboom in den USA und in zahlreichen anderen Industriestaaten schon in mehreren Titelgeschichten als die „größte Spekulationsblase der Geschichte“ bezeichnet hat.


Hedge-Fonds und Private Equity


Vor zehn Jahren war der Begriff „Hedge-Fonds“ oder „Private Equity“ in Deutschland so gut wie unbekannt.

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