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Sollte das ganze Projekt jedoch scheitern, dann bleibt ein großer Teil des Risikos an den Kredit gebenden Banken hängen und den Beschäftigten droht die Entlassung in die Arbeitslosigkeit und der soziale Abstieg.
Viele Banken mit zu viel verfügbarem Geld sind unentwegt auf der Suche nach gewinnträchtigen Finanzgeschäften und gehen dabei immer größere Risiken ein. Zunächst ist die Geschäftsidee neu und alles läuft gut. Wenn der Markt aber enger wird, wenn er leer gekauft ist, weil die Filetstücke schon von anderen eingesammelt wurden, dann werden die Aussichten auf gute Finanzgeschäfte immer geringer und dennoch lassen sich viele Banken auf geringere Risikoaufschläge ein als sie es unter normalen Umständen tun. Das heizt das Geschäft mit den riskanten, kreditfinanzierten Übernahmen von ganzen Unternehmen noch mehr an, da selbst Risiko belastete Kredite billig zu bekommen sind.
Die Rekordverschuldung vieler übernommener Unternehmen kann dazu führen, dass eines guten Tages viele Firmen ihren Schuldenberg nicht mehr bedienen können. Sie werden zahlungsunfähig und erneut sanierungsbedürftig. Der nächste Hedge-Fonds privater Investoren steht dann schon bereit, um das schmerzhafte Sanierungsgeschäft zu übernehmen, nachdem er das Unternehmen zuvor billig ersteigert hatte. Solche Finanzinstrumente für Sanierungsmaßnahmen werden schon heute erprobt.
Die Banken drohen dann, auf ihren Not leidenden, faulen Krediten sitzen zu bleiben. Das kann zu Abschreibungen in Milliardenhöhe führen und manche Bank an den Rand des Ruins bringen, denn der Umfang dieser Finanzgeschäfte macht einen immer größeren Teil der Geschäftstätigkeit, besonders der Investmentbanken aus.
Eine Kettenreaktion könnte zum Auslöser heftiger Turbulenzen auf den Finanzmärkten werden und auch die Weltwirtschaft ernsthaft in Mitleidenschaft ziehen.


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