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Die großen global aufgestellten Konzerne und Finanzhäuser sind schon seit längerem unterwegs, um auf dem riesigen chinesischen Markt nicht die Letzten zu sein.
Die Mittel für die Finanzierung der neuen Aufgaben müsste China aus eigener Kraft durch Mobilisierung seines Potentials an Arbeitskräften, durch Steigerung der Produktivität und des weltweiten Handels aufbringen können. Es liegen riesige Guthaben der Chinesen auf privaten Konten und in Form von US-Staatsanleihen und Währungsreserven bereit, um über neue Investitionskanäle ihren Weg in die chinesische Wirtschaft zu finden.
Unüberhörbar war auch Bernankes Mahnung vor protektionistischen Maßnahmen seitens der Vereinigten Staaten. Es sei „keine gute Idee“, die Erfolge in der Ausweitung des Freihandels in der Welt durch die Einführung von Strafzöllen zunichte zu machen, riet der Vorsitzende der Federal Reserve.


Die US-Liquiditätsschwemme und die Immobilienblase


Auf die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2005 in Washington äußerten die versammelten Wirtschaftswissenschaftler große Besorgnis über die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft, die mit erheblichen Risiken belastet sein soll. Den Experten bereiten vor allem die hochliquiden Kreditmärkte große Sorgen, auf denen riesige Mengen flüssigen Geldes bereit stehen und immer auf der Suche nach gewinnträchtigen Anlagen sind. Weiter sind die historisch niedrigen Zinsen Anlass zur Sorge und die geringen Risikoaufschläge bei der Kreditvergabe der Banken für riskante Finanzgeschäfte.
Die Banken geben nach Meinung besorgter Ökonomen viel zu großzügig Kredite zum Beispiel für riskante Firmenübernahmen. Angeheizt wird der Trend zu kreditfinanzierten Übernahmen der Beteiligungsgesellschaften („Leveraged Buyouts“) durch die Tatsache, dass einfach zu viel flüssiges Kapital („Liquidität“) zur Verfügung steht, das auf der Suche nach gewinnträchtigen Anlagen ist.

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