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Geld aus dem Ölgeschäft wird nicht mehr so sorglos wie früher im Dollarraum angelegt. Sicherer scheint es zu sein, das Geld für Investitionen auszugeben und Währungsreserven in Euro anzulegen, statt in US-Dollar.
Um ihre Kaufkraft abzusichern, verschieben die Opec-Länder ihre Importströme behutsam von den USA nach Asien und besonders auch in die Eurozone. Dadurch erreichen sie eine Verlagerung ihrer Währungsreserven weg vom Dollar. Im Saldo ersetzen diese Länder so Dollareinlagen durch Einlagen in Euro und anderen Währungen, schreibt die EZB unter Berufung auf Statistiken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Demnach haben die Opec-Länder den Anteil der Euro-Einlagen an ihren gesamten Einlagen von 2001 bis 2004 von 12 auf 20 Prozent ausgebaut, den Anteil der Dollar-Einlagen hingegen von 75 auf fast 60 Prozent verringert. Die Sonderrolle des Dollars als führende Reservewährung der Welt wird dadurch weiter schwächt.
Der IWF, dem 160 Entwicklungsländer und 24 Industriestaaten angehören, kennt den Gesamtwert der globalen Devisenreserven, weil seine Mitgliedstaaten verpflichtet sind, ihre Reserven dem Volumen nach zu melden. Der Anteil des Euro an den globalen Devisenreserven dürfte nach Schätzungen des IWF etwa bei 25 Prozent liegen, während zwei Drittel noch immer in Dollar gehalten werden. Verlautbarungen von Zentralbanken aus Asien, dem Nahen Osten und Mittelamerika lassen erkennen, daß sie den Euro in Zukunft noch weit stärker gewichten wollen. Die meisten haben innerhalb der letzten zwei Jahre den Anteil des Euros an ihren Reserven schon aufgestockt.


Die „symbiotischen“ Wirtschaftsbeziehungen
zwischen den USA und China


Die Vereinigten Staaten und China sind voneinander abhängig.


China treibt weltweit und besonders mit den Vereinigten Staaten regen Handel. Der Großteil der chinesischen Warenproduktion geht in die USA.

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