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„Hire and fire“ beschreibt die Art und Weise, wie sich schon heute in den USA die Erwerbstätigen an die wechselnden Bedürfnisse der Konzerne anpassen müssen. Wenn die Situation des Unternehmens es erfordert, wird entlassen und wenn die Auftragslage es erlaubt, wird wieder eingestellt.
„Deregulierung des Arbeitsmarktes“ und „Flexibilisierung“ der Arbeitsverhältnisse und des Kündigungsschutzes sind dafür notwendig. Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse machen es noch leichter, Arbeitskraft bei Bedarf einzukaufen und auch wieder abzustoßen. Der Strukturwandel der Erwerbsarbeit ist schon weit fortgeschritten. Die Möglichkeiten der Konzerne, auszuwandern, mit der Auslagerung von Arbeitsplätzen zu drohen und diese Drohungen auch wahr zu machen, haben den Boden für diesen Wandel vorbereitet.


Das Dilemma der gewerblichen US-Wirtschaft



Die Verlagerung der Produktion nach Übersee


Die amerikanischen Senatoren Charles Schumer und Lindsey Graham versuchen seit einiger Zeit China immer wieder mit Gesetzesnovellen unter Druck zu setzen. Per Gesetz sollen Waren aus China mit Strafzöllen von bis zu 30 Prozent belegt werden, wenn China nicht „freiwillig“ möglichst schnell seine Währung gegenüber dem Dollar um den gleichen Prozentsatz aufwertet.
Unabhängig von den ökonomischen und politischen Folgen, die ein solcher willkürlicher Eingriff in den Welthandel nach sich ziehen kann, würde ein solches Gesetz auf jeden Fall der neoliberalen „Doktrin des freien Weltmarktes“ zutiefst widersprechen und Protektionismus pur sein. Die amerikanische Idee eines liberalisierten Weltmarktes dürfte dann stark an Glaubwürdigkeit verlieren.
Durch die administrative Maßnahme der Erhebung von Strafzöllen würden chinesische Waren auf dem amerikanischen Markt über Nacht um fast dreizig Prozent teurer und der Dollar würde entsprechend billiger.


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