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Ausgewogen ist die Entwicklung der Produktivkräfte und wirtschaftliches Wachstum normalerweise nur dann, wenn alle auf der Grundlage weltweiter Arbeitsteilung gemeinsam Güter produzieren und untereinander austauschen, gemäß Angebot und Nachfrage, die in einem ausgeglichenen Verhältnis zu einander stehen sollten. Gesundes Wachstum entsteht besonders dann, wenn der überschüssige Teil des Gewinns, der durch die steigende Produktivität erwirtschaftet wird, gespart wird, um ihn in verbesserte Produktionstechniken, in das Bildungs- und Gesundheitssystem und in die soziale Infrastruktur zu investieren.
Diese Ausgewogenheit in der Produktion von Gütern und im weltweiten Austausch von Waren und Dienstleistungen ist heute aus dem Gleichgewicht geraten. Es wird immer eindringlicher auf die Tatsache hingewiesen, dass „globale Ungleichgewichte“ in der Weltwirtschaft entstanden seien, die sich von Jahr zu Jahr vergrößern und irgendwann das Wachstum der Weltwirtschaft gefährden werden mit unabsehbaren, im schlimmsten Fall katastrophalen Folgen.
Niemand kann auf Dauer immer mehr Schulden machen, denn Schulden müssen irgendwann zurückgezahlt werden. Irgendwann wird jeder Gläubiger sein verliehenes Geld zurückfordern.
Noch aber dreht sich die „Spirale der globalen Ungleichgewichte“ weiter:
Das US-Handelsdefizit wächst und wächst, weil die USA weiterhin mehr aus dem Ausland importieren, als sie dorthin exportieren. Allein China, Asiens zweitgrößte Volkswirtschaft, wird im Jahr 2006 vermutlich einen Überschuss im Amerika-Handel von bis zu 200 Milliarden Dollar erwirtschaften. Im vergangenen Jahr betrug der Überschuss 161 Milliarden Dollar. Im Jahr zuvor waren es 124 Milliarden Dollar.
Das Leistungsbilanzdefizit der USA lag im Jahre 2004 bei 660 Mrd. US-Dollar und wächst von Jahr zu Jahr, weil sich die Amerikaner das Geld leihen, das sie für ihren Konsum ausgeben und selbst gar nicht besitzen. Sie leben weit über ihre Verhältnisse.


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