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Europa muss China aber nicht als politischen Rivalen betrachten, mit dem es unüberbrückbare Differenzen gibt. Das meiste lässt sich regeln, notfalls hart verhandeln. Europa sollte China nicht abwehrend und defensiv gegenübertreten, sondern mit ihm konstruktiv und offen den Wettbewerb, die Kooperation und die Partnerschaft suchen.
Der europäische Vorsprung in Technik und Wissenschaft ist groß und es gilt ihn zu halten, denn genau da liegt der europäische Wettbewerbsvorteil. Daher ist die Angst vor unfairem „Technologieklau“ und „Produktpiraterie“ verständlich und berechtigt. Trifft sie doch die Achillesferse der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der fortgeschrittenen europäischen Industriestaaten. Lösungen müssen gefunden werden zu beiderseitigem Vorteil.
Solange aber das neoliberale Konzept eines hemmungslos „freien“ Marktes gepredigt wird, wo für Fairness und Rücksichtnahme kein Platz ist und nur Wettbewerbsvorteile zählen, bleibt nur der politische Druck anstelle von Verständigung und Übereinkunft.
Abschottung und Protektionismus werden nicht hilfreich sein. Sie sind heute keine Option, um China auf seinem eingeschlagenen Weg des Wirtschafts- und Wohlstandswachstums im eigenen Lande aufzuhalten. Eher werden protektionistische Maßnahmen China in dem Bestreben bestärken, sich noch intensiver den eigenen Binnenmarkt und den Märkten der anderen Schwellen und Entwicklungsländern zu zuwenden. Mit China und den anderen Schellenländern wachsen und nicht gegen sie, kann nur die Devise sein.


China in strategischer Rivalität mit den USA?


Objektiv gerät China mit den USA immer dann in Rivalität, wenn es sich von den Vereinigten Staaten in verschiedenen Weltregionen in seiner Entwicklung und Entfaltung behindert fühlt.


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