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Dabei könne der Partner oft nicht frei gewählt werden, sondern man bekomme einen chinesischen Wettbewerber zugeteilt, der dann auf diese Weise Zugang zu ausländischer Technologie bekomme.
Im weltweiten Wettbewerb muß ein global operierendes Unternehmen immer ein bisschen besser sein als die Konkurrenz und versuchen, Wettbewerbsvorteile zu erlangen - bei Strafe des Untergangs durch Insolvenz, Übernahme oder Fusion mit Minderheitsbeteiligung.
Wenn US-amerikanische Unternehmen sich den Bedingungen der Chinesen verweigern, finden sich jederzeit französische, deutsche oder australische Unternehmen, die sich „freiwillig“ auf das Geschäft einlassen, um der Konkurrenz einen Auftrag wegzuschnappen. Niemand, auch nicht die Chinesen, kann sie dazu „zwingen“, ein Angebot anzunehmen oder abzulehnen oder eine Nachfrage auf dem Weltmarkt zu bedienen oder nicht.
Auf Seiten Chinas besteht natürlicherweise eine riesige Nachfrage nach Kapital und Technologie, nach Produktionsstätten und Stätten von Forschung und Entwicklung. Das ist es, was die Schwellen- und Entwicklungsländer auf dem „freien“ Weltmarkt immer mehr nachfragen. Unter den Angeboten wollen sie das auswählen, was ihrer Nachfrage am besten entspricht. Das ist übliches Geschäftsgebaren und kein Grund zur Klage.
Das ökonomische Gesetz von Angebot und Nachfrage soll auch nach neoliberaler Auffassung den „freien Markt“ regeln, allerdings „frei“ von staatlichen Eingriffen, die die Schwächeren schützen und das Allgemeininteresse zur Geltung bringen können.

Es ist neoliberale Ideologie, dass die Gesetze des freien Marktes, das Handeln der Akteure vorschreiben: Fressen oder gefressen werden, wie es in der Darwinschen Entwicklungstheorie beschrieben wird.

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