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China nutzt die Globalisierung und stellt sich den Problemen.


In China ist mittlerweile vorwiegend in den reichen Städten an der Ostküste ein Mittelstand herangewachsen, der mit bald 300 Millionen Menschen in etwa der Bevölkerung der Vereinigten Staaten entspricht. Die Menschen haben relativ sichere Arbeitsplätze und ihr Lebensstandard reicht schon teilweise an den der Bevölkerungen in den reichen Industriestaaten heran.
China hat über 13oo Millionen Menschen, die alle von einem Handy, einem Fernseher, von Kleidung oder gar von einem Auto träumen, aber noch immer über viel zu wenig Kaufkraft und Arbeitsplätze verfügen. Obwohl die chinesischen Waren preisgünstig und von hoher Qualität sind, fehlt vielen das Geld, um sie zu kaufen. Es gibt viel zu tun in China und das Potential ist riesig.
Beispiellos ist die schiere Größe des chinesischen Binnenmarktes. Das chinesische Potential an Produktivkräften und tüchtigen Arbeitskräften ist schon heute gewaltig Jedes Jahr verlassen 400000 Ingenieure und Techniker die Universitäten. Hundert Tausende junge Chinesen studieren an den Hochschulen überall in der Welt. Die chinesischen Währungsreserven haben die Rekordhöhe von über eine Billionen US-Dollar übersprungen und die Guthaben der Chinesen bei den Banken belaufen sich zur Zeit auf über 4 Billionen Dollar, wovon die Hälfte auf Privatkonten lagern.
Mit diesem „Finanzpolster“ im Rücken kann China auf dem freien Weltmarkt, wo der scharfe Wind von Angebot und Nachfrage weht, als mächtiger Geschäftspartner und Wettbewerber auftreten. Global operierende Konzerne kommen an China nicht länger vorbei. Zu hart ist der weltweite Wettbewerb der Konzerne, die zu Hause mit dem Problem hoher Kosten und gesättigter Märkte konfrontiert sind, während gleichzeitig in der Ferne riesige Märkte und ebenso riesige Gewinne locken. Das stärkt die Verhandlungsposition der Chinesen entscheidend.


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