vorherige Seite 18 ◊ ◊ nächste Seite 20

Impressum // Links // Inhaltsverzeichnis






nächste Seite 20
Wie es um das niedrige Lohnniveau und das durchlässige soziale Netz in diesen Ländern steht, ist allseits bekannt.
Wie tief müssen die „zu hohen Kosten“ der Arbeit bei uns denn noch gesenkt werden, damit das Kapital zu Hause bleibt und nicht dauernd auf dem Sprung ist, davon zu ziehen und sich zu verflüchtigen.
Wann endlich hört die Abwanderung von Kapital und Produktivkräften auf ?
Die „Erpressung“ der Beschäftigten mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen hat die rot-grüne Regierung in Deutschland um die Jahrhundertwende zum Anlass genommen, die „Agenda 2010“ mit „Hartz IV“ durchzusetzen. Daraufhin wurde ihr in Wahlen geraten, zurückgetreten. Sie tauchte wenig später in der „Großen Koalition“ wieder auf, um die Verantwortung bei der weiteren Bewältigung kommender „Herausforderungen der Globalisierung“ mit der anderen großen Partei zu teilen.
Bevorzugte ausländische Standorte für Direktinvestitionen der Kapitaleigner in Fabriken, Produktionsstätten und neuerdings auch in Stätten von Entwicklung und Forschung sind die Schwellen- und Entwicklungsländer, von denen sieben bereits zu den zehn größten Empfängerländern zählen.
Während die Direktinvestitionen in den Industrieländern sich 2004 um 14 Prozent auf 380 Milliarden Dollar verminderten, gab es in den Schwellen- und Entwicklungsländern einen Zuwachs um 40 Prozent auf 223 Milliarden Dollar.
Mit diesen Zahlen umschreibt die offizielle Statistik den Auszug des heimischen privaten Kapitals unter Mitnahme von Arbeitsplätzen aus den entwickelten Heimatländern in Niedriglohnländer.
Ein Großteil des privaten, internationalen, mobilen Kapitals beeilt sich derzeit, noch vor den konkurrierenden Unternehmen in Niedriglohnländern Fuß zu fassen, um dort Kostenvorteile gegenüber den Mitbewerbern zu ergattern und damit die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu erhöhen.

- 19 -