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Wird Deutschland und die anderen Industrieländer jemals wieder Vollbeschäftigung bekommen in Zeiten eines riesigen, globalen Angebots von jungen Arbeitskräften, die in Ländern wie Indien jedes Jahr millionenfach nachwachsen, während die Bevölkerungen in den reichen Industrieländern immer mehr „vergreisen“ und durch niedrige Geburtenraten dezimiert werden?
Internet, Telekommunikation, Datenautobahnen und ein weltweites Netz von Verkehrs- und Transportwegen haben einen globalen Arbeitsmarkt geschaffen, auf dem sich gebildete und dennoch kostengünstige Arbeitskräfte für die Produktion und das Dienstleistungsgewerbe weltweit anbieten.
Das private, institutionelle und staatliche Kapital war noch nie in der Geschichte so liquide, so mobil, so sehr im Überfluss vorhanden und so einfach zu bekommen wie heute am Beginn des 21. Jahrhunderts. Getrieben wie ein hungriger Wolf ist es immer auf der Suche nach Nahrung in Form von Gewinnen, den es zum puren Überleben braucht. Immer fühlt es den Atem der Verfolger im Nacken, die ihm den Gewinn abjagen wollen, aber auch nur ums nackte Überleben kämpfen. In Computernetzen bewegt es sich rasend schnell überall auf dem Erdball bis in die hintersten Winkel der Welt.
Das „globale Dorf“ ist im Entstehen. Die Menschen rücken enger zusammen auf höchstem technischen Niveau. Es bedarf international verbindlicher Regeln und Normen für ein so enges Zusammenleben von über sechs Milliarden Menschen. UNO, Weltbank und IWF stehen bereit.
Auf dem globalen Arbeitsmarkt bieten Milliarden von Menschen ihre Arbeitskraft an. Heute, zu Beginn des 21.Jahrhunderts, sind die technischen und logistischen Vorraussetzungen dafür erfüllt, aber die Menschen sind unter den herrschenden kapitalistischen Produktionsverhältnissen weiterhin gezwungen, untereinander in Konkurrenz zu treten gegenüber der Nachfrage des internationalen Kapitals.
Für die Verwertung des Kapitals ist die menschliche Arbeitskraft unentbehrlich und wird für die Wertschöpfung immer wertvoller bei unaufhaltsam wachsender Produktivität.
Was bedeutet es, sich „fit für die Globalisierung“ machen?
Wo soll die Reise denn hingehen, wenn in den kommenden Jahren Länder wie Rumänien und Bulgarien in die europäische Gemeinschaft aufgenommen und integriert werden?

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