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Die USA befrieden und demokratisieren derweil entlang ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) den an Öl und Gas reichen Mittleren und Nahen Osten in ihrem Sinne.
In Zentralasien ist es ihnen nicht gelungen, einen Fuß in die Tür zu bekommen und nun versuchen sie über Georgien zum Kaspischen Meer vorzudringen.
Die Politik der irakischen Regierung war den Bush-Regierungen schon immer ein Dorn im Auge, die von Bediensteten der US-Ölkonzernen durchsetzt sind. Insbesondere der Versuch Saddam Husseins, das „Petro-Dollarsystem“ zu unterlaufen und Öl für Euro anstelle von Dollar zu verkaufen wurde ihm zum Verhängnis. Seit ein paar Jahren stabilisieren die Vereinigten Staaten nun den Irak mit militärischen Mittel, nachdem sie gewaltsam einen Regimewechsel herbeigeführt haben.
In Afghanistan sind die USA in einen Krieg hinein geraten, den sie auf Dauer nicht gewinnen können. Unmittelbar vor Ort bekämpfen sie den „internationalen Terrorismus“ und sind seit Jahren Osama Bin Laden auf der Spur. Die russische Armee ist am Hindukusch nach zehn Jahren dauernden Abwehrkämpfen gescheitert, was den Untergang des russischen Imperiums eingeleitet und ein verwüstetes Afghanistan zurückgelassen hat. Während die militärische Übermacht der sovietischen Supermacht dem ersten Anschein nach erdrückend war, stand die russische Wirtschaft schon zu der Zeit auf tönernen Füßen, so wie heute die der einzig verbliebenen Supermacht USA.
Die US-und Nato-Truppen bewegen sich auf fremdem islamischem Boden in gepanzerten Fahrzeugen und verschanzen sich hinter Betonsperren. Bis auf den blühenden Drogenhandel ist die afghanische Wirtschaft völlig zum Erliegen gekommen. Ausländische Investoren und privates Kapital sind gründlich vertrieben und machen einen großen Bogen um das Land. Es herrscht Krieg, Verwüstung und Stillstand. Die USA haben Afghanistan auf Jahrzehnte in die Steinzeit zurückgebombt.


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