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Das Prinzip der „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten“ eines Landes habe weiterhin Gültigkeit
Eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher und politischer Ebene berge große Möglichkeiten und Chancen, besonders für die Nachbarländer und die Mitgliedstaaten der SOC.
Das Prinzip des „Strebens nach einer harmonischen Welt“ bietet sich an als Gegenmodel zum amerikanischen, weltweiten „Streben nach Dominanz“ mit Unilateralismus, präemptivem Militärschlagen, Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten und Durchsetzung notfalls auch mit Regimewechsel und militärischer Gewalt.
Für vielen Ländern ist das „weiche“ Konzept einer harmonischen Welt attraktiver und bietet größere Chancen, zumal es von einer aufstrebenden Wirtschaftsmacht vertreten wird, die friedlich wachsen und keine Dominanz anstreben will. Das chinesische Konzept einer „harmonischen Welt“ ist gepaart mit der Aussicht, am rasante chinesischen Aufschwung teilzuhaben, denn China hat viel zu bieten und ist nicht zu bremsen.
Die beiden Führungsländer Rußland und China entwickeln ihre wirtschaftlichen Beziehungen.
China benötigt für sein Wachstum und seine Modernisierung Energie, die Rußland in Form von Öl und Gas reichlich bieten kann. Moskau liefert China zudem Technologie, aber auch moderne Waffensysteme.
Als sich die US-Ölfirmen nach der Zerschlagung des russischen Energiekonzerns Yukos zunächst aus Rußland zurückzogen, kaufte sich der staatliche Ölkonzern Chinas in den russischen Energiemarkt ein und ging eine Kooperation mit dem Kreml nahen Ölkonzern Rosneft ein. Am Aufkauf der russischen Ölfirma Slawneft wurde er aber gehindert. Ebenfalls verhinderte der Kreml Chinas Versuche, mit Yukos eine Pipeline von Sibirien direkt nach China zu bauen, denn Moskau wollte China nicht zum Hauptverteiler für russisches Öl und Gas zu den asiatischen Märkten werden lassen. Stattdessen ist eine Abzweigung nach China auf Höhe der Mongolei geplant.


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