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China „treibt“ und „zähmt“ die Globalisierung.


Zerfällt der Dollar als weltweite Leitwährung?


In der Ferne ziehen dunkle Wolken am Himmel auf. Die so genannten „globalen Ungleichgewichte“ werden unter Wirtschaftsfachleuten weltweit immer drängender thematisiert und als wachsende Gefahr für das internationale Finanzsystem erkannt. Der Dollar droht als Leitwährung des Weltfinanzsystems seine Bedeutung zu verlieren und das ganze System ins Wanken zu bringen. Der Druck auf den Wert des Dollars ist schon jetzt so stark geworden, dass es nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, wann er einbricht und im schlimmsten Fall andere Länder mit in den Strudel reißt.
Es herrscht Ratlosigkeit und Hilflosigkeit angesichts der Tatsache, dass es keine finanzpolitischen Instrumente mehr zu geben scheint, um das Anwachsen der „globalen Ungleichgewichte“ zu stoppen. Die Marktkräfte haben eine Eigendynamik entfaltet, die durch administrative Maßnahmen nicht zu bremsen zu sein scheint.
Die Ursache des ganzen Übels scheint der banale Umstand zu sein, dass es Leute gibt, die Güter zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse kaufen, um sie anschließend zu konsumieren und andere, die diese Güter vorher herstellen, um sie dann zu verkaufen. Dabei machen die einen Gewinn und häufen Guthaben an, wenn sie eher bescheiden und genügsam sind und einen Teil des Geldes sparen, zum Beispiel für schlechte Zeiten in der Zukunft. Wenn andere dagegen freigiebig Geld ausgeben und Waren konsumieren, ohne das Geld dafür zu haben, weil sie selbst weniger Güter für den Austausch produzieren und deshalb wenig Gewinn erzielen, dann ist es unvermeidlich, dass sie Schulden anhäufen.
Während die Vereinigten Staaten immer mehr Schulden machen, sind die Schwellenländer sparsam und häufen in gleichem Maße immer mehr Guthaben an, unter anderem in Form von Währungsreserven.

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